29. JAN. 2015

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Ich wünsche Dir den Frieden der Meeresdünung, den Frieden einer sanften Brise, den Frieden der schweigsamen Erde, den Frieden einer klaren Sternennacht. Ich wünsche Dir den Frieden Jesu Christi, der unser Friede ist für alle Zeit.
IRISCHER SEGENSSPRUCH

Prognose: FDP wieder in der Bürgerschaft

Umfrage vor der Hamburger Bürgerschaftswahl: CDU schwächelt deutlich, FDP bei 5 Prozent, AfD immer stärker (6 Prozent)

ZEITGESCHEHEN

"Es ist viel zu früh, von von einem baldigen Ende der Protestzüge zu sprechen."

Die Marschrichtung scheint klar: Pegida will weitermachen

Landeshauptstadt Dresden (hms) - Rücktritte bei Pegida: Löst sich die Protestbewegung der Islam- und Systemkritiker auf? Der Demonstrationszug, der am Montag stattfinden sollte, wurde abgesagt. Es soll massive Drohungen gegen führende Pegida-Mitglieder gegeben haben. Auch geht das Gerücht um,  den Initiatoren von Pegida sei bedeutet worden, sie müssten sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz, ihre Wohnung machen.

Das 'Aus' für Pegida?

"Wenn sich da mal einige nicht zu früh freuen", sagte der ältere Herr, dem nachgesagt wird, dass er hervorragende Kontakte zum Pegida-Orgateam hat. Das ist zerstritten. Es hat weitere Rücktritte gegeben. Auch "Frontfrau" Kathrin Oertel, die bei Günther Jauch "ihren Mann" stand, hat sich offenbar zurückgezogen.

War's das mit Pegida? "Der Druck war für einige der Macher zu groß, wohl auch zu unheimlich, da wurden kolossale Ängst ausgelöst",  sagt der ältere Herr. Was weiß er wirklich? So soll Pegida - "Anführern" mit beruflichen Konsquenzen gedroht worden sein: "Davon habe ich nicht gehört. Aber ich kann mir das gut vorstellen. Wir leben ja in einer Demokratie, die sich wehrhaft nennt  ..." sagt er und verzieht sein Gesicht zu einem Grinsen.

"Das Ende von Pegida - das ist noch nicht gekommen, trotz der massiven Versuche, Menschen mundtot zu machen, sie klein zu kriegen. Wer die politische Kaste herausfordert, wer das System der Mächtigen infrage stellt, der muss mit allem rechnen. Das haben wir ja schon zu Zeiten der DDR-Diktatur erlebt", sagt der ältere Herr.

Nun ist er wieder ganz ernst.

"Wenn jetzt fünf Vorstandsmitglieder um Mitbegründerin Kathrin Oertel nicht länger Verantwortung tragen wollen, muss es hinter den Kulissen richtig gekracht haben. Hat sich etwa Lutz Bachmann doch nicht, wie angekündigt, aus dem »Pegida«-Führungsteam zurückgezogen? Wer Asylbewerber als »Viehzeug« beschimpft und mit dem Hitler-Bärtchen scherzt, zwingt seine Mitstreiter aber zur Abgrenzung", schreibt das WESTFALENBLATT (Bielefeld), folgert aber: "Es ist viel zu früh, von von einem baldigen Ende der Protestzüge zu sprechen."

"Es gibt keinen Anlass, sich über die Entwicklung bei Pegida zu freuen. Vor allem die  Altparteien können nicht davon ausgehen, dass síe gesiegt haben, unangreifbar sind, dass sie, ohne größere Widerstände erfahren zu müssen, doch alles nach ihrem Gusto  regeln können. Mindestens 30 Prozent der Deutschen stehen rechts - und es gibt, siehe Griechenland, Koalitionen, die bislang keiner für möglich gehalten hat. Pegida hat Deutschland verändert", sagt ein AfD-Mitglied aus Dresden. 

Für ein plötzliches Verschwinden von Pegida sei es mittlerweile zu spät, kommentiert heute die "Neue Osnabrücker Zeitung". Bachmann, Oertel und Co. - "das waren nur die Katalysatoren, nicht die Verursacher eines gesamtgesellschaftlichen Problems".  

Pegida - unter welcher Führung auch immer - hat für den 9. Februar die nächste "Demo" (14. "Großer Abendspaziergang") in Dresden angekündigt.

Quelle (u.a.): Westfalenblatt; Neue Osnabrücker Zeitung; "Faire Beobachter" (Dresden) 

 

 

"Pegida": Es ist nicht vorbei

Thüringische Landeszeitung/MEINUNG:

Es ist nicht vorbei - "Pegida": Auch ohne Demos geht es weiter

Leitartikel von Nicole Richter zu Pegida

29.01.2015 – Presseschau

Weimar (ots) - Mit dem Bärtchen war es schmuddelig geworden - und ging viel zu konkret in die falsche Richtung. All die Wochen hielten die führenden "Pegida"-Köpfe die Lippen still, erklärten nicht, wofür und wogegen sie sind. Zu Jahresbeginn setzten sie ein Positionspapier auf mit Forderungen, die nicht rundgelutschter sein konnten. "Pegida" war alles und nichts. Jeder, der mitlief, konnte sich das Passende heraussuchen. Ob ein bisschen Politikkritik oder Hetze gegen Ausländer - in die "Pegida"-Masse passte alles.

Parallel hatte die Bewegung an Macht gewonnen, die ihre führende Köpfe fasziniert haben dürfte. Ein zwölfköpfiger Vorstand regierte das Land. Wie berauschend. Doch dann mussten da Bilder aus der Vergangenheit auftauchen. Einer der Truppe besudelte das Ansehen. Lutz Bachmann posierte mit Hitlerbärtchen. Er ging - vielleicht ist er gegangen worden. Denn so richtig lassen konnte er nicht von der berauschenden Vereinsarbeit.

Die Vorstandsmitglieder Kathrin Oertel, René Jahn, Achim Exner, Thomas Tallacker und Bernd-Volker Lincke hatten jetzt dies Bärtchen an der Backe kleben. Da darf man nicht vergessen, dass diese Menschen auch ein Leben neben "Pegida" haben. Firmenchef Tallacker hatte Sorge um Ruf und Unternehmen.

Und nun? Die parteipolitisch erfahrenen Köpfe sind weg. Wer rückt nach? Rechtsextreme Hardliner, die Füße scharrend in Stellung stehen? Wohin die Bewegung auch geht - vielleicht löst sie sich auch auf - das, was die Menschen auf die Straße trieb, wird bleiben. Die systemkritische Haltung und Islamfeindlichkeit waren immer da - und kamen jetzt ans Tageslicht. Danke dafür, denn jetzt wird gesprochen.

"Pegida" ist nicht vorbei, nur weil die nächste Demo in Dresden am Montag abgesagt wurde. Die Bewegung geht weiter - tagtäglich in den allerkleinsten Alltagsszenen. Dessen müssen wir uns bewusst sein. Dagegen gilt es nun zu demonstrieren.

Die Diskussion ist eröffnet.

Thüringische Landeszeitung

 

Wie gefährlich ist konservatives Denken?

Der Philosoph und Bestellerautor Richard David Precht "obs/ZDF"

ZDF-Philosoph Richard David Precht im Gespräch mit

"Cicero"-Chefredakteur Christoph Schwennicke

Landeshauptstadt Mainz (ots) - Vor dem Hintergrund der Pegida-Bewegung, die zurzeit Tausende auf die Straßen treibt, um ihre Abwehr gegen Fremdes und ihren Unmut über die Politik, von der sie sich nicht ernst genommen fühlen, zu äußern, diskutiert Richard David Precht am Sonntag, 1. Februar 2015, 0.00 Uhr, im ZDF mit dem "Cicero"-Chefredakteur Christoph Schwennicke.

Müssten es Konservative nicht eigentlich schätzen, dass gläubige Muslime so konservativ und werteorientiert sind wie sie selbst? Steckt das zurzeit so viel beschworene Abendland vielleicht in einer hausgemachten Wertekrise? Precht fragt: "Heimatliebe - Fremdenhass. Wie gefährlich ist konservatives Denken?" Haben die Konservativen in der Gegenwart überhaupt noch einen legitimen Ort?

www.precht.zdf.de - http://twitter.com/zdf

ZDF Presse und Information

 

Er malt sich die Welt, wie sie ihm gefällt


Kunstwerk 'Berlin Ost West' von Marc Remus - Quelle: pia/Stadt Frankfurt am Main

Marc Remus und seine einzigartige Städtebilder

Frankfurt am Main (ots) - Die Frankfurter Paulskirche wiegt sich im Winde, vielleicht tanzt sie auch. Die Alte Oper, der Römer, der Ginnheimer Spargel und Frankfurts imposanteste Hochhäuser wanken, torkeln, bewegen sich in Marc Remus collageartig konstruierten und sehr farbigen „Fun City“-Bildern. Frankfurt, sein Zuhause, hat der 45 Jahre alte Künstler mehrfach zum Thema seiner „Neo-Pop-Art“-Bilder gemacht. Allerdings inspirieren den Globetrotter Städte generell, ob Los Angeles, Tokio, Paris oder Berlin. - Mehr auf sag's ffm

 

Projekt Remembering: Junge Leute aus Deutschland und Israel erinnern sich

Veröffentlicht: 26. Januar 2015 | Autor: Felizitas Küble |

Wie erinnern wir heute, 70 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkriegs, an die Verbrechen der Nationalsozialisten? Welche Rolle spielt der Massenmord an den Juden für die gesellschaftliche Diskussion, die politische Kultur in Deutschland und Israel?

Wie steht es um die vielzitierten Lehren aus der Geschichte? Und wie wirken die Folgen der Shoah heute in Israel fort?

Im Rahmen des Projekts REMEMBERING suchen Jugendliche aus Israel und Deutschland nach persönlichen Antworten auf diese Fragen. Dafür werden noch Teilnehmer aus beiden Ländern gesucht.

Alle Infos zum Projekt sowie die Kontaktdaten finden Sie auf der Webseite von REMEMBERING.

Zur Homepage des Projekts »

 

"Wunderpille der Wehrmacht"

Dr. Gorch Pieken, Militärhistorisches Museum der Bundeswehr

Für Grimme-Preis nominiert: Dr. Gorch Pieken, wissenschaftlicher Leiter des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr, startet mit Film über Leistungsdrogen beim Militär

Landeshauptstadt Dresden (ots) - Es ist die renommierteste Auszeichnung für deutsche Fernsehproduktionen - der Grimme-Preis. In Marl hat nun das Grimme-Institut die Nominierungen für die diesjährigen Auslobung bekannt gegeben.

Mit dabei ist die Produktion "Die Wunderpille der Wehrmacht" von Regisseur Sönke el Bitar und Co-Autor Dr. Gorch Pieken. Der Film deckt eines der größten Tabus der deutschen Militärgeschichte auf: den Einsatz von Pervitin und anderer Leistungsdrogen im Militär.

Co-Autor Dr. Gorch Pieken ist Filmemacher, Historiker und seit 2006 wissenschaftlicher Leiter des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr in Dresden.

TIME PRINTS produzierte den Dokumentarfilm "Die Wunderpille der Wehrmacht" im Auftrag von Radio Bremen in Zusammenarbeit mit ARTE und dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden.

Der Film ist als Einzelsendung in der Kategorie "Information und Kultur" nominiert. Die Preisträger werden im März 2015 bekanntgegeben, die Preisverleihung findet am 27. März 2015 in Marl statt.

Militärhistorisches Museum der Bundeswehr Pressesprecher

 

DAS ZITAT

"Es war ein Fehler, Sympathiewerbung für Terrorgruppen hinzunehmen und noch dazu als Meinungsfreiheit anzupreisen. Meinungsfreiheit darf nicht für Mörder und Mörderfreunde gelten"

PROF. ERNST ELITZ (Gründungsintendant des Deutschlandradios) in BILD (10. 01. 2015)

 

29. 1. 2015

Ein Bild von der Frankfurter Demo "Freiheit. Gleichheit. Geschwisterlichkeit" geht um die Welt: Ein junger Mann, der sein Gesicht teilweise verdeckt hat, ist auf die Balustrade geklettert - und hat drohend die Faust erhoben. Auf einem Schild, das eine Person, die unterhalb von ihm steht, in die Kamera zeigt, steht: "Ihr seid das Volk? Dann bin ich Volker." Kein Bild, das für Dialog steht.

Aber gut, dass es gezeigt wird.

27 Polizisten wurden in Frankfurt verletzt, auch ein Demonstrant.

Musste das sein?

(hms)